Ehrenamt Sprachbegleiter

Das Projekt “Sprachbegleiter” unterstützt sowohl Kinder mit Migrationshintergrund als auch Kinder mit Sprachproblemen oder einer Herkunft aus bildungsfernen Elternhäusern. Die Kleinsten lernen die Sprache daher nicht über einen Sprachkurs, sondern im wahrsten Sinne des Wortes – “spielend” ! Dafür sorgen Zuwendung und Fingerspitzengefühl unserer Sprachbegleiter.

Auch deshalb möchten wir allen unseren Sprachbegleitern an dieser Stelle herzlichst für Ihren Einsatz danken ! Durch Ihre regelmässige Unterstützung fördern Sie die Eingliederung der betroffenen Kinder !

Die Zahl der Kindergärten, die in das Projekt mit einsteigen, erhöht sich jedes Jahr. Und somit entsteht immer wieder Nachfrage nach ehrenamtlicher Unterstützung.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns!

 

 

Gesprächsnachmittag für Sprachbegleiter im Kindergarten am 25.11.2015

Auf Einladung des Rotary Club Bayreuth-Eremitage trafen sich am 25. November die Sprachbegleiter im Kindergarten zu einem gemütlichen Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen.

Sprachbegleiter Dez 2015_6 webIm nunmehr 3.Jahr arbeiten mittlerweile 28 Ehrenamtliche in 17 Kindergärten für dieses wichtige Projekt.
Das Freiwilligen Zentrum Bayreuth hat seit 2012 dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem  RC Bayreuth-Eremitage und dem Amt für Integration der Stadt Bayreuth aufgebaut und auch für 3 Jahre, wie von vornherein geplant, finanziell begleitet.
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Herr Horst Tittlbach, Projektbetreuer beim Rotary Club, hob in seiner Begrüßungsansprache noch einmal die besondere Bedeutung dieses Projektes für die frühzeitliche Entwicklung von Sprachkompetenz bei Vorschulkindern, speziell auch bei Kindern aus Migranten- und Flüchtlingsfamilien hervor. Gerade angesichts der stark gestiegenen Zahl von Asylsuchenden und Flüchtlingen ist bei jedem Einzelnen, der rasch eine gute Sprachkompetenz erwerben kann, eine verbesserte Chance auf erfolgreiche Integration und Ausbildung gegeben:

 

“…Wir dürfen uns …nicht beirren lassen in unserer Integrationsarbeit. Denn nach wie vor gibt es nur ein Mittel, alles in geordnete Bahnen zu lenken, nämlich Bildung zu vermitteln – und der Schlüssel dazu ist Sprachkompetenz. Die Menschen – und vor allem die Kinder – brauchen eine Ausbildung als Grundlage für eine Lebensperspektive…. Perspektivlosigkeit herrscht dort, wo Bildung nicht vermittelt wurde und wo deshalb auch die Integration nicht gelungen ist.
Dass sich das ändert, das wollen wir mit unserer Arbeit erreichen….. Und Sie, die Sprachbegleiterinnen und Sprachbegleiter, vermitteln den Kindern die Vorraussetzung, nämlich die Hoffnung darauf.”

Herr Tittlbach berichtete auch, dass sich der Jugendausschuss der Stadt Bayreuth einstimmig für eine Fortsetzung des Projektes mit finanzieller Unterstützung der Stadt ausgesprochen hat und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich der Stadtrat dieser Empfehlung anschließen wird. Er dankte allen Ehrenamtlichen noch eimal ganz herzlich für Ihr großes Engagement.

Herr Herrmann Hinterstößer, Geschäftsführer des Caritasverbandes, hob seinerseits für die Trägerschaft des FWZ ebenfalls noch einmal die Wichtigkeit der Sprache für das Gelingen der Integration, besonders bei Kindern als Eingangstor für ein vernünftiges Bildungsniveau. Auch er äußerte sich optimistisch, dass, nachdem die Oberbürgermeisterin bereits eine Förderung des Projektes im nächsten Jahr bewilligt hat, dieses auch weiterhin gefördert wird. Somit übernimmt die Stadt Bayreuth für das kommende Jahr den Förderbeitrag in der Höhe, die dem bisherigen Anteil des Rotary Clubs entspricht.

Beim anschließenden Zusammensein wurde viel über die Erfahrungen in der Arbeit mit den Kindern gesprochen und Erfahrungen und Tipps wurden ausgetauscht.
Von vielen der Ehrenamtlichen wurde geäußert, wie befriedigend sie ihre Tätigkeit empfinden. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt, indem sie äußerte, dass sie regelmäßig das Gefühl habe, mehr aus der Kinderarbeit mitzunehmen, als sie selbst einbringe.

Fazit: Eine durchaus gelungen Veranstaltung, der hoffentlich zukünftig noch viele weitere folgen werden.

 

02.12.2015 Ulrike Spöhrl, Bernd Brümmer FWZ